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Ein verwittertes Dach muss nicht immer sofort neu eingedeckt werden. Oft reicht es, die Oberfläche zu reinigen und mit einer fachgerechten Beschichtung zu versehen. Dabei spielen Material, Zustand der Pfannen und das angewendete Verfahren die Hauptrolle. Wir erklären die technischen Grundlagen verständlich. So wissen Sie genau, was bei einer Dachbeschichtung passiert und wie sie Ihr Gebäude schützt.

Was bedeutet Dachbeschichtung eigentlich genau?

Die Dachbeschichtung umfasst die Reinigung der Dachpfannen, die Prüfung aller Anbauteile wie First, Bleche und Rinnen sowie die anschließende zweifache Beschichtung im Airless-Verfahren. Sie dient der Re-Imprägnierung und schützt die Dachsteine vor weiterer Erosion, ohne dass das Dach neu eingedeckt werden muss.

Viele Eigentümer verwechseln eine reine Beschichtung mit einer kompletten Dachsanierung. Der Unterschied ist gravierend. Bei der Beschichtung bleibt die alte Dachhaut erhalten. Sie bekommt lediglich eine neue schützende Schicht. Dadurch bleibt der Dachstuhl unangetastet. Das spart Zeit und vermeidet Baustaub im Haus.

Re-Imprägnierung statt neuer Pfannen

Über die Jahre verliert jeder Dachstein seinen natürlichen Schutz. Regen, UV-Strahlung und Frost setzen der Oberfläche zu. Die Beschichtung dringt in das Material ein. Sie stellt die ursprüngliche Wasserableitung wieder her. Das Wasser perlt wieder ab und zieht nicht in den Stein ein.

Was bedeutet Dachbeschichtung eigentlich genau?

Optische Aufwertung in jeder Farbe

Neben dem Schutz verändert die Beschichtung das Erscheinungsbild. Sie wählen die Farbe nach Ihren Wünschen. Das Dach wirkt danach frisch eingedeckt. Das ist besonders wertvoll, wenn die alte Farbe ungleichmäßig ausgebleicht ist.

Was bedeutet Dachbeschichtung eigentlich genau?

Warum ist die Dachreinigung vorher so wichtig?

Eine Beschichtung hält nur auf einer sauberen Oberfläche, weshalb die Reinigung mit der Wasserfräse bei bis zu 300 bar Moos, Algen und Ablagerungen restlos entfernt, bevor die erste Schicht aufgetragen wird.

Moos und Algen sind nicht nur ein optisches Problem. Sie speichern Feuchtigkeit. Bei Frost dehnt sich das Wasser aus und sprengt kleine Stücke aus dem Dachstein. Das nennt man Erosion. Würde man diese Schicht jetzt überdecken, würde die Beschichtung direkt auf dem lockeren Moos haften. Sie würde schon nach kurzer Zeit wieder abblättern. Deshalb ist der Wasserstrahl der wichtigste Vorbereitungsschritt.

Die Wasserfräse im Einsatz

Wir arbeiten mit einer umweltschonenden Wasserfräse. Sie löst den Schmutz mechanisch durch den Druck, nicht durch scharfe Chemikalien. Der Druck wird so eingestellt, dass die harte Struktur der Pfannen unbeschädigt bleibt. Nur der weiche Bewuchs wird abgetragen.

Prüfung der Anbauteile

Zur Reinigung gehört die Sichtprüfung. First, Bleche, Regenrinnen und Kaminverwahrungen müssen dicht sein. Risse oder lose Verbindungen finden wir vor der Beschichtung. Defekte Dachsteine tauschen wir bei Auftragserteilung direkt aus.

Wie funktioniert das Airless-Verfahren bei der Beschichtung?

Das Airless-Verfahren zerstäubt die Beschichtung ohne Druckluft, drückt das Material mit hohem Druck durch eine feine Düse und erzeugt so einen gleichmäßigen Film, der tief in die Poren der Dachsteine eindringt.

Der Begriff Airless bedeutet übersetzt „ohne Luft“. Bei herkömmlichen Sprühverfahren wird Druckluft genutzt, um die Flüssigkeit zu zerstäuben. Das erzeugt viel Nebel und ungenaue Ränder. Das Airless-System drückt die Farbe rein hydraulisch durch die Düse. Das Material legt sich wie ein geschlossener Teppich über den Stein. Das verringert Overspray auf benachbarte Fassaden. Die Schicht trocknet gleichmäßig aus.

Der erste Auftrag

Die erste Schicht ist der Grundanstrich. Sie füllt die feinen Poren des Dachsteins. Das Material muss dünnfließend genug sein, um tief einzudringen. Gleichzeitig bildet sie die Basis für die Haftung der Deckschicht. Sie trocknet in der Regel rasch.

Der zweite Auftrag

Die zweite Schicht gibt dem Dach die endgültige Farbe. Sie ist widerstandsfähiger gegen Witterung. Sie versiegelt die Oberfläche und macht sie glatt. Schmutz und Wasser können nun kaum noch Halt finden.

Was kostet eine Dachbeschichtung im Vergleich zum Neueindecken?

Wie funktioniert das Airless-Verfahren bei der Beschichtung?

Die Kosten für eine Beschichtung liegen deutlich unter denen einer Neueindeckung, da der Dachstuhl unangetastet bleibt, kein Gerüst für eine komplette Neudeckung nötig ist und die Ausführung in der Regel nur zwei bis drei Tage dauert, was bis zu 70 Prozent einspart.

Eine vollständige Neueindeckung stellt eine sehr tiefgreifende Maßnahme dar. Dabei müssen die alten Steine abgebrochen und entsorgt werden. Die darunterliegende Unterspannbahn ist oft nur noch begrenzt haltbar und muss ebenfalls erneuert werden. Das erfordert den Transport neuer Materialien, deren Verlegung und hohe Lohnkosten. Eine Dachbeschichtung hingegen schont das vorhandene Material und verlängert dessen Lebensdauer. Eine vor Ort durchgeführte Prüfung klärt schnell, ob die Instandsetzung mit einer Beschichtung für Sie wirtschaftlich sinnvoll ist.